Umweltgerechter Urlaub

In Zeiten von Klimawandel und den CO2-Bilanzen kommen immer mehr Reiseunternehmen auf einen grünen Gedanken. Reiseverhalten und Angebote müssen überdacht werden und ein umweltgerechter Urlaub soll die Ferien von morgen versüßen. Doch es ist nicht so leicht in ferne Länder zu reisen und gleichzeitig auf die Umwelt zu achten.

Noch haben die wenigsten ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihren Urlaub buchen. Man steigt bequem und entspannt in ein Flugzeug und macht sich über viele Dinge Gedanken. Aber nicht darüber, wie viel der Flug zum Klimawandel beiträgt. Bei jedem Flug werden Unmengen an schädlichem Kohlendioxid CO² ausgestoßen. Angesichts dieser Tatsache könnte man auf das Flugzeug verzichten, doch auch mit dem Fahrrad kommt man nicht sehr weit. Vor allem nicht, wenn man gemütlich reisen möchte.

Auch die Tourismusbranche muss nun umdenken und auch andere Alternativen anbieten, damit nicht nur die exotischen Ziele Besucher anlocken. Nach aktuellen Berechnungen der Umweltstiftung WWF hinterlässt ein Familienurlaub auf Rügen, wenn man mit einem vollbesetzten Auto anreist, etwa 286 Kilogramm CO² pro Person. Bei einem Flug fällt diese Bilanz viel schlechter aus, als sich viele vielleicht denken. Zwei Wochen Urlaub auf Mallorca erzeugen 1,3 Tonnen Kohlendioxid pro Person. Schlimmer wird es, wenn man weiter weg reist. Der gleiche Urlaub in Mexiko würde mehr als sieben Tonnen CO² verursachen.

Dies ist kaum noch mit dem Gewissen vieler Urlauber zu vereinbaren und auch die Reiseunternehmen lenken ein. Es gibt mittlerweile einige günstige Angebote, bei denen man mit dem Auto anreist und die Gegend weiter mit dem Fahrrad erkundigen kann. Sogar die Leihgebühren für Fahrräder sind dann schon im Preis enthalten. Ein Vorbild für die großen Reiseveranstalter?