Mittlerweile verwundert der Anblick des Segways in der Stadt niemanden mehr. Aufgrund der steigenden Benzinpreise ist der durch einen Elektromotor angetriebene Mini-Roller eine willkommene und vor allem sparsame Alternative zum Auto. Was jedoch die Freude etwas trüben könnte, ist die Tatsache, dass bei leer gefahrenen Batterien die Aufladezeit rund neun Stunden beträgt. Doch der Fahrspaß und die damit verbundene Wendigkeit des maximal 20 Stundenkilometer fahrenden Rollers trösten über die lange Aufladezeit hinweg.
In vielen Bundesländern Deutschlands ist der Segway bereits zugelassen und im Straßenverkehr integriert. Selbst die Polizei hat den Roller unter die Lupe genommen und im Polizeialltag getestet. Zwar ist der Segway für rasante Verfolgungsjagden nicht geeignet, aber um durch die Innenstädte zu düsen und kleinere Einkäufe zu erledigen ist er bestens geeignet. Auch für Stadtrundgänge, die normalerweise sehr ermüdend sind und sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, ist er bestens geeignet. Segway fahren macht einfach Spaß.
Es gibt jedoch nicht nur Segway-Fürsprecher. Als Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee verlauten ließ, dass er den Segway bundesweit auf Radwegen zulassen will, erntete er damit viel Skepsis und Kritik. Viele sind der Ansicht, dass der 20 km/h schnelle Flitzer und 50 kg schwere Flitzer eine Gefahr im Straßenverkehr darstellt. Der Segway wird durch die Gewichtsverlagerung des Fahrers und die Lenkstange gesteuert und besitzt keine Bremse. Erst wenn der Fahrer sein Gewicht nach hinten verlagert, kommt der Mini-Roller zum Stillstand. Auch die Tatsache, dass die meisten Fahrradwege die nötige Mindestbreite von 1,5 Metern nicht erfüllen erschwert die Zulassung auf den deutschen Straßen. Auch die Anschaffung ist nicht gerade ein Pappenstil. 7000 Euro muss man aufwenden um einen Segway sein Eigen zu nennen. Somit ist abzusehen, dass er wohl erst einmal ein Luxusobjekt bleiben wird.