Auf den Spuren des Äquators in Ecuador
Folgt man dem Äquator, wird man Spektakuläres erleben. Beispielsweise Alonso Ordoñez, der Quito, Ecuadors Hauptstadt, aufgrund der Hektik verlassen hat. Er wollte sich dem Äquator näher fühlen, denn er weiß, sein Gleichgewicht wird durch ihn bestimmt.

Zwischen dem warmen Strom aus Panama und dem kalten Strom aus Peru, der feuchten und der trockenen Vegetation, zwischen Nord- und Südhalbkugel fand er sein Glück. Folgt man der Linie in nördliche Richtung, wird man schnell auf den Äquator treffen. Das Fischerdorf Cabuya tut sich auf, wenn das GPS-Gerät 00°00‘ 00“ anzeigt. Nur bei Ebbe ist es möglich, denn Punkt Null am Strand zu erreichen. Als der Äquator im 18. Jahrhundert vermessen wurde, kam Ecuador zu seinem Namen. 40.000 Kilometer, um dem Äquator zu folgen.
Entlang der tiefliegenden Costa folgt man dem Äquator in saftige Bambuswälder, um dann die Anden zu erklimmen. Mindo-Nambillo, ein waldiges Gebiet, zeigt sich anschließend. Hier liegt das idyllische Dorf „Mitad del Mundo“ – Mitte der Welt. Ein Museum zeigt, dass der Mensch am Äquator einige Gramm weniger wiegt. Was moderne Technik heute vermag, wussten Indianer ganz allein. Das zeigen Markierungen inform von Bauten auf dem Weg.
Weiter auf dem Weg muss man 4.638 Höhenmeter besteigen, um den Gletscher des Vulkans Cayambe zu erreichen. Einer der schönsten Gletscher in Süd Amerika. Wieder auf 1.800 Metern angekommen, erreicht man Cayambe und durchquert sein Naturreservat Cayambe-Coca, um nach einer Tour vorbei an Serpentinen, Wasserfällen und Papallacta, die berühmte Thermalquelle in Südamerika, in Amazonien anzukommen. Im Regenwald vor Peru verschwindet der Äquator heimlich, um 400 Kilometer weiter im Pazifik wieder aufzutauchen.