In der französischen Provence kann man sich auf die Spur der römischen Geschichte machen. In vielen Städten sind diese Spuren allgegenwärtig und es gibt eine interessante Landschaft zu entdecken.
Die römische Architektur ist selbst in Frankreich leicht zu erkennen. Die Bauten mussten immer eine Funktion erfüllen, ewig halten und auch schön anzusehen sein. Im alten Pont du Gard gibt es zum Beispiel eine sehr alte römische Aquäduktbrücke zu sehen. Dieses Aquädukt ist 49 Meter hoch und 275 Meter lang. Komplett aus Stein ziehen sich die hohen Terrassen über eine Schlucht und einen Fluss. Diese gigantische Leistung hatte damals die Stadt Nimes mit Quellwasser versorgt und dabei sechs weitere Täler ähnlich überwunden. Dabei ist schon hier die Präzision und die technische Leistung der Römer zu sehen, die ein genaues Gefälle berechnen konnten.
In keiner anderen Landschaft in Frankreich haben die Römer so viele Denkmäler gesetzt wie in der Provence. Die keltischen Siedlungen wurden zu römischen Städten ausgebaut. Dazu gehören auch die bekannten Triumphbögen, wobei hier der schönste bis heute im Städtchen Orange steht. Auch Amphitheater für Gladiatorenkämpfe wurden in Frankreich errichtet. Besonders gut erhalten sind die gigantischen Arenen von Alres und Nimes. Die Geschichte kann man in Frankreich noch anfassen und es gibt viele Theater, in denen bis heute alte Römerszenen nachgestellt werden, um die Geschichte noch zu verdeutlichen: Die Gebäude betten sich ideal in die Landschaft ein und können zusammen mit dem schönen Wetter in der Provence einen herrlichen Urlaub zaubern. Erleben ist die Geschichte auch in den kleinen Museen mit prachtvollen Mosaiken und Sarkophagen.