Reiseverbot nach Tibet

Schon in der letzten Woche hatte China einige Regionen nahe Tibet für Ausländer und Reisende gesperrt. Seit kurzem ist auch eine Fahrt nach Lhasa verboten. Grund dafür sind jedoch keine kriminellen Auseinandersetzungen, sondern der bevorstehende 50. Jahrestag des gescheiterten Aufstandes der Tibeter.

Bis zum ersten April werden die Reisen für ausländische Touristen gestoppt sein. Sämtliche Reisebüros haben die Anordnung von der Regierung aus China bekommen. Vor 50 Jahren kämpften an diesen Orten die Tibeter gegen die Herrschaft Pekings. Bisherige Einreisende wurden umgehend aufgefordert das Land zu verlassen.

Der damalige Aufstand scheiterte im März 1959. Der Dalai Lama konnte damals aus seinem Heimatland nach Indien. Die chinesische Regierung rechnet zwar nicht mit kriminellen Unruhen, doch bereits im letzten Jahr sind einige Ausschreitungen vorgekommen. Ein viertägiges Gedenken, soll an die Aufstände vor 50 Jahren erinnern. Dabei wird auch eine Zeremonie stattfinden. China regiert Tibet nun schon über 50 Jahre lang.

Urlauber haben jedoch keinen Zutritt zu den Festivitäten. Es könnte passieren, dass sie verletzt werden. Nach dem friedlichen Gedenken ist im letzten bereits ein unruhiges Getümmel ausgebrochen. Auch damals mussten die Chinesen die Provinz komplett absichern und niemand durfte mehr einreisen. Der Aufstand wurde später niedergeschlagen. Ende Juni wurde Tibet für Touristen wieder freigegeben. Die Regierung hofft, dass dieses Jahr keine Unruhen entstehen und die Region spätestens im April wieder freigegeben werden kann.