Ab dem 12. Januar 2009 gibt es neue Hürden bei der Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika. Die meisten Reisenden müssen eine Online-Reiseanmeldung durchlaufen. Ohne das Okay des Computers dürfe man nicht abfliegen. Datenschützer sehen dieses Verfahren jedoch als sehr kritisch an.
Das neue System nennt sich ESTA, “Electronic System for Travel Authorization”, und jeder Urlauber oder Geschäftsreisender muss sich der neuen Regelung unterziehen. Zuerst meldet man sich im Internet an und beantwortet eine Reihe von Fragen. Im Grunde sind es ähnliche, die bisher auf der grünen Einreisekarte aus Papier gestellt worden. Diese Prozedur ist nicht nötig, wenn für den Besucher ein Einreisevisum erforderlich ist, zum Beispiel bei Austauschschülern oder Studenten.
Über den Fragebogen werden persönliche Daten erfasst. Außerdem soll beantwortet werden, ob schon mal vergeblich ein Visum beantragt wurde. Reiseunternehmen empfehlen mindestens 72 Stunden vor Abreise diese Anmeldung vorzunehmen. Eine konkrete Reiseabsicht ist jedoch nicht zwingend erforderlich. So ist es möglich diese Genehmigung schon eher zu beantragen, denn sie ist auf zwei Jahre gültig. Auf freiwilliger Basis läuft das neue System bereits.
Die US-Botschaft betont immer wieder die Bequemlichkeit, die das neue System mit sich bringt. Das Ausfüllen des Bogens dauert maximal zehn Minuten. Außerdem kann die grüne Einreisekarte nicht mehr verloren gehen. Durch den Online-Fragebogen erwartet die USA einen entspannteren Einreiseprozess.
Datenschützer kritisieren, dass nun auch nach der Telefonnummer und E-Mail-Adresse gefragt wird. Außerdem lassen sich die Daten leichter speichern und verknüpfen. Ein Missbrauch des ESTA-Verfahrens sei somit möglich, warnen die Experten. Außerdem können auch falsch Angaben gemacht werden. Dennoch ist Das System Pflicht für alle, die mit Flugzeug oder Schiff einreisen