Griechenland leidet unter fehlenden Urlaubern

Die Wirtschaftskrise ist in Griechenland vor allem im Tourismus deutlich zu merken. Über die Osterfeiertage kamen nur halb so viele Gäste, wie im Jahr zuvor. Auch für den Sommer werden die Veranstalter mit weniger Urlaubern rechnen.

griechenland

Vor allem auf den Inseln vor dem Festland blieben die Besucher aus. Dabei sollen hauptsächlich Briten, Deutsche und Touristen aus Osteuropa zu hause geblieben sein. Die Hotels waren nur bis zu zehn Prozent ausgebucht. Ein sehr schlechtes Ergebnis für das warme Griechenland. Selbst auf der Insel Kreta war die Lage schlecht. Hier hatten nur sehr wenig Hotels über Ostern offen, die auch nur bis zu 60 Prozent belegt waren. Dieses Wegbleiben der Touristen hat starke Folgen. Die meisten Hotels planen nicht am ersten Mai schon zu eröffnen, sondern wollen voraussichtlich erst im Juni eröffnen. Zudem müssen sie zwangsläufig weniger Personal einstellen. Laut den ersten Schätzungen werden wohl 50.000 Hotelangestellte in dieser Saison keine Arbeit haben.

Jährlich kommen 18 Millionen Besucher nach Griechenland. Davon sind jedes Jahr auch 2,4 Millionen Deutsche. Die Reisebranche in Griechenland hat schon seit dem letzten Herbst arge Probleme. Dabei sind die Preise angemessen, obwohl sie in den letzten Jahren auch erhöht wurden und der Standard in Griechenland passt auf die deutschen Ansprüche. Hier verdienen nicht nur die Hotels an dem Tourismus, sondern auch die Geschäfte der kleineren Branche, wie Bars oder Mietwagenunternehmen. Jetzt sind viele Arbeitsplätze in Gefahr, wenn sich der Tourismus in Griechenland nicht verbessert. Einige Hotel planen Sonderaktionen, um die Kunden wieder zu locken. Scheinbar wird man in diesem Jahr wieder besonders günstig in das Land der alten Götter reisen können.