Das Flüssigkeitsverbot für Fluggäste könnte noch bis zum Jahr 2012 verlängert werden. Dafür hat sich jetzt die EU-Kommission entschieden, die auch gleichzeitig bei den europäischen Verkehrsministern einen entsprechenden Entwurf zur Verlängerung vorgelegt hat.
Alle Fluggäste müssen daher von einer Verlängerung des Flüssigkeitsverbots im Handgepäck ausgehen. An kleineren Flughäfen könnte dieses Verbot noch weitere zwei Jahre andauern. Vorerst müssen Kontrollen entwickelt werden, die den Flüssigsprengstoff genau identifizieren können. Auch Deutschland und noch weitere andere Staaten sind dafür, dass das Verbot noch weiter ausgebaut und verlängert wird. Erst, wenn die Geräte überall bereitstehen, können die Passagiere wieder Flüssigkeiten mitnehmen. So kann der Sprengstoff vorher gut aussortiert werden. Seit dem Jahr 2006 gilt das verbot von Flüssigkeiten beim Fliegen. Im Jahr 2010 würde das verbot im April auslaufen. Mit der Einführung und der festgesetzten Zeit hatte man gehofft, dass es bisher die Technik gibt, um die Flüssigkeiten klar voneinander zu trennen. Die Wirtschaft und die Industrie sind jedoch noch nicht soweit mit der Technik, sodass es eine Notwendigkeit ist, dieses Gesetz noch aufrecht zu erhalten. Die Kommission will das Gesetz jedoch schrittweise abschaffen. Schon die ersten Flughäfen können die Technik anwenden. Bis zum Jahr 2014 soll die Übergangsphase beendet sein. Getränke, und Zahnpasta im Handgepäck sind dann wieder erlaubt.
Die EU hat die Mitnahme von Flüssigkeiten im Jahr 2006 massiv eingeschränkt, nachdem die britische Polizei am Londoner Flughafen Heathrow Terroranschläge auf US-Flugzeuge vereitelt hatte. Die Passagiere dürfen daher maximal 100 Milliliter pro Packung oder Gefäß an Bord mitführen. Die Gesamtmenge an Flüssigkeiten darf einen Liter nicht überschreiten. Außerdem muss sie in einem durchsichtig und wieder verschließbaren Beutel verstaut sein. Nur Babynahrung und Medikamente sind von einem Verbot ausgeschlossen.