Nach den Fingerabdrücken und der Online-Anmeldung ESTA kommt nun bei einer Reise in die USA auch eine strengere Kontrolle. Dies fordert zumindest die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika.
Sowohl in Atlanta, als auch in Detroit testete man kürzlich 30 Tage lang das Scannen von biometrischen Daten bei der Ausreise. Hier sind alle Passagiere betroffen, die keinen US-Pass besitzen. Dieses Scannen ist auch schon in den Jahren zuvor gestestet worden. Allerdings hat das System bis jetzt noch Schwächen gehabt. Im neuen Test gibt es spezielle Kontrollstellen, durch die die Passagiere gehen müssen. In Detroit müssen die Passagiere auch Fingerabdrücke abgeben. Der Grund für diese Sicherheitsmaßnahme ist hauptsächlich, dass man die biometrischen Daten nicht fälschen kann. Einen Namen oder einen Pass hingegen schon. Ein Abgleich etwa der Fingerabdrücke von der Ein- und von der Ausreise biete daher eine Chance, sicherzustellen, dass kein Gast illegal in den USA bleibt. Viele Sicherheitskontrollen würden sich somit erübrigen.
Bisher mussten sich alle USA-Reisende im ETSA-verfahren über schon am Rechner anmelden. Somit hatten die Behörden bereits vor dem Flug die Daten der Passagiere elektronisch vorliegen. Bis Anfang 2010 soll es jedoch dauern, bevor ein neues System eingeführt wird. Bisher ist die Anmeldung im Internet noch kostenlos. Ob dies weiterhin gebührenfrei bleibt, ist jedoch unklar. Es ist bei der Regierung eine einmalige Zahlung von 10 Dollar im Gespräch. Mit diesen Einnahmen könnte man dann die Tourismuswerbung finanzieren. Es ist auch noch in der Erprobung, einen Automaten an den Flughäfen aufstellen zu lassen, an dem sich die US-Bürger ihre Einreisegenehmigung selbst ziehen können. Das würde die lange Wartezeit an den Schaltern verkürzen. Ob Touristen und Geschäftsleute jedoch auch von diesem System profitieren können, steht noch nichts fest.