Ab diesem Sommer bekommt man die Chance sich das Leben von Pablo Picasso einmal genauer anzusehen. Sein Wohnsitz auf Schloss Vauvernargues in Südfrankreich wird für Besucher geöffnet.
Bis zum Ende der 50er Jahre hat Picasso fast jede Nacht in diesem Schloss geschlafen. Später nutzte er es nur noch als Atelier, bis er letztlich 1973 verstarb. Er ließ sich nach seinem Wunsch auf dem Gelände in Südfrankreich begraben. Eine seiner Töchter bekam nach dem Tod das Schloss und machte es der Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich. In diesem Jahr hat man die einmalige Gelegenheit sich auf die Spuren von Pablo Picasso zu begeben.
Die Führungen finden vom 27. Mai bis zum 25. September statt und es wird unter anderem Picassos Arbeitszimmer und sogar Badezimmer vorgestellt. Die Tickets kann man über das regionale Tourismusamt in Frankreich buchen oder auf deren Homepage im Internet (picassoenprovencecotedazur.com). Momentan ist die Seite nur auf Französisch, doch ab März wird auch eine deutsche Version online sein. Insgesamt wird es 40.000 Tickets geben und die Personen werden in einer Gruppe von etwa 19 Personen durch das Schloss geführt.
In dieser Zeit werden auch explizite Ausstellungen von Picasso zu sehen sein. Das Museum Picasso in Antibes zeigt von März bis Juni seine Werke von 1945 bis 1949 mit einigen seltenen Stücken aus seiner privaten Sammlung. Im Museum Garnet in Aix-en-Provence wird eine Ausstellung in Zusammenhang mit Cézanne gezeigt. Durch ganz Frankreich ziehen sich die Spuren des großen Künstlers, die man jetzt genauer entdecken kann.