Das deutsche Ruhrgebiet, das als einer der wichtigsten Industriegebiete der Republik bekannt ist, hat sich für Sporttaucher einen besonderen Kick einfallen lassen.
Ein ehemaliges Stahlwerk in Duisburg wurde zum gigantischen Unterwasserspielplatz umgebaut und das Angebot kommt an. Es ist ein Paradies für Taucher entstanden, in denen ein Schiffswrack und ein künstliches Riff für Abwechslung sorgen. Zudem wurde aus meterdicken Rohren ein Unterwasser-Labyrinth gestaltet, das die ganz besondere Herausforderung zum Durchtauchen bereithält. Das ausgediente Duisburger Stahlwerk ist wie geschaffen für den Unterwasserspielplatz, der als solcher wohl auch einmaliger Natur ist. Der Gasbehälter, der das Zentrum des neuen Abenteuers bietet, ist etwa 15 Meter hoch und ungefähr 45 Meter breit und bietet somit ausreichend Freiraum für Sporttaucher.
Christian Patzak, der Betreiber des Unterwasserspielplatzes, erklärte gegenüber den Medien, dass es sich mit 21 Millionen Liter Wasservolumen um den größten dieser Art weltweit handelt. Eine Anlage, die mit dem Duisburger Angebot verglichen werden kann, ist der Nasa zugehörig und dient der Ausbildung der Astronauten.
Bereits im Jahr 2000 wurde an diesem Ort ein stillgelegter Hochofen zum Tauchturm umfunktioniert. Doch der erste Betreiber musste sich schließlich der Insolvenz geschlagen geben. 2005 setzte Patzak die Idee fort und verzeichnet seitdem überzeugende Entwicklungen. Gerade in der Ferienzeit boomt das Geschäft mit Unterwasserspielplatz. Am Wochenende zählt das Angebot zwischen 60 und 80 Sporttauchern.
Die positiven Entwicklungen können sicherlich auch dem Preis zugesprochen werden. Immerhin ist das Tagesticket mit 23 Euro noch wesentlich günstiger als die Tauchabenteuer im Ausland. Patzak verwies darauf, dass ihm die Wirtschaftskrise mit all ihren Auswirkungen zu Gute kommt, denn immer mehr Menschen verbringen den eigenen Urlaub zu Hause. Auf Grund der hohen Nachfrage möchte Patzak den Gasometer für Tauchanfänger nun auch an den Sonntagen öffnen. Bisher fanden Kurse dieser Art montags statt. Da der Gasometer nicht beheizt wird, schwankt das Wasser je nach Außentemperatur zwischen 4 und 24 Grad Celsius.